Link des Monats, Oktober 2009:

Sven Joosten 
http://www.sven-joosten.de 

Sven Joosten ist einer der vielen Kirchenmusiker und Chorleiter, die ihr Material gesammelt haben und nun Kollegen und anderen Liebhabern frei zur Verfügung stellen. Diese Sammlungen bergen oft einige Schätze. Bei Sven Joosten finden Sie geistige und weltliche Chormusik, Orgelsätze und Musik für Solostimme und Orgel. Insbesondere für Kirchenmusiker und Chorleiter lohnt sich ein Besuch bei Sven Joosten.

Sven Joosten im Kurzinterview

Herr Joosten, was machen Sie beruflich?

Hauptberuflich bin ich Mitarbeiter in der Stadtverwaltung Rhede. Seit meinem 9. Lebensjahr musiziere ich. Bereits mit 12 habe ich Gottesdienste begleitet. Im Nebenamt bin ich seit 2005 Kirchenmusiker, also Chorleiter und Organist, in einer ländlichen Kirchengemeinde am "westmünsterländischen Niederrhein".

Wie viel Raum nimmt die Musik in ihrem Leben ein?

Musik begleitet mich von morgens bis abends. Ein Leben ohne Musik kann ich mir nicht vorstellen. Ich sehe die Musik als Balsam für die Seele, die in bestimmten Momenten ganz unterschiedliche Gefühle zum Ausdruck bringt: Freude, Hoffnung, Klage, Bitte... Besonders die Orgel- und Chormusik ist für mich immer wieder neu faszinierend.

Haben Sie besondere musikalische Vorlieben?

Bedingt durch meine Tätigkeit als Kirchenmusiker widme ich mich vorwiegend der geistlichen Musik. Auf eine bestimmte Stilrichtung möchte ich mich ungern festlegen. Viele Komponisten haben zu ganz unterschiedlichen Zeiten sehr gute Musik geschrieben. Auch U-Musik finde ich interessant, wenn sie gute Akkorde und Harmonien enthält. Darum schätze ein einfaches Volkslied genauso wie eine anspruchsvolle Bach-Kantate. Für "meinen" Kirchenchor suche ich immer geeignete Stücke, das kann ein schlichter Kanon sein oder ein fünf- bis sechstimmiger Madrigal.  Manchmal finde ich auch im Radio passende Anregungen.

Wie ist es zu Ihrer Notensammlung gekommen?

Meine kleine Sammlung ist im Grunde genommen ein "Abfallprodukt". Viele Dateien haben sich im Lauf der Zeit angesammelt. Viele alte Noten unseres Chores aus der Zeit um 1920/1930, die mir im Original als Tuschekopien oder nur als Einzelstimmen vorlagen, habe ich mit capella neu gesetzt bzw. gänzlich abgeschrieben, um sie wieder lesbar zu machen. Einige Stücke sind auch heute noch gut brauchbar. Auch alternative Orgelsätze zu den Chorälen im Gotteslob habe ich über die Jahre gesammelt oder selbst erstellt. Dabei kam mir der Gedanke, dass nicht nur ich Freude an den Noten haben könnte, sondern auch viele andere. Immer wieder erscheint darum in unregelmäßigen Abständen die ein oder andere neue Datei auf meiner Website.

Seit wann nutzen Sie die Notensatzsoftware capella?

Das ist schwierig zu beantworten. Von einer Bekannten habe ich mal die Version capella 2 als Geschenk erhalten. Das muss so vor ca. 9 oder 10 Jahren gewesen sein. Seither bin ich begeistert von capella.

Ihre Seite ist mehr als nur eine Notensammlung. Was gibt es da sonst noch?

Nun, da gibt es einige geschichtliche Infos über meine Heimat. In meiner Freizeit betreibe ich historische Forschungen über meinen Wohnort - ein spannendes Thema. Daneben habe ich eine kleine Orgeldatenbank online gestellt. Von jeder Orgel, an der ich gespielt habe, erscheinen Disposition und Fotos. Eine Reihe kleiner und mittelgroßer Instrument sind dabei vertreten. Ich finde gerade die kleinen Orgeln interessanter als die großen, weil ich hier auf den ersten Blick stilistisch stark eingeschränkt bin. Aber mit ein wenig Experimentierfreude lassen sich aus so mancher neobarocker "Schreikiste" auch romantische Klänge zaubern.

Wie lange existiert Ihre Seite bereits?

Meine Seite gibt es seit März 2002.

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