Online Musikbibliothek

Websiteportrait der Online Musikbibliothek

Die Online Musikbibliothek ist eines der größten capella-Notenarchive überhaupt. Das Angebot umfasst mehr als 5000 Partituren aus allen Bereichen der klassischen Musik. Aufgrund der Urheberrechte ist lediglich das 20. Jahrhundert mit seinen Komponistengrößen wie überall nur schlecht vertreten. Dafür gibt es in der Musikbibliothek um so mehr zeitgenössische Musik, da sie sich auch als Forum für unbekanntere Komponisten hervor tut. Die Online Musikbibliothek hat auch eine englischsprachige Seite (www.online-musiclibrary.com) und bietet damit über die Grenzen des deutschsprachigen Raumes hinaus die Möglichkeit des Notenaustausches. Zu jedem Stück ist ein Hörbeispiel in Form einer synthetischen Midi-Wiedergabe vorhanden. Jedes Werk ist auch als PDF-Download vorhanden. Das ständig wachsende Angebot der Online Musikbibliothek kann jeder unbeschränkt nutzen, der einen Mitgliedsbeitrag zahlt. Der Beitrag beträgt 29 Euro im Jahr oder 19 Euro für ein halbes Jahr. Wer der Musikbibliothek Noten zur Verfügung stellt kann das Angebot kostenlos nutzen. Außerdem gibt es jede Woche einen Komponisten der Woche, dessen Werke, quasi als Kostprobe, von jederman kostenlos heruntergeladen werden können. Die Sortierung ist gut und eine Suchmaschine, die einem auch die Möglichkeit gibt nach Titel/Epoche/Komponist/Besetzung/etc. zu recherchieren ist auch vorhanden. Rund um ist die Online Musikbibliothek ein gelungenes Projekt und in ihrer Größe und Professionalität einzigartig.

Musikbibliothek-Chef Gerhard Müllritter im Gespräch

capload: Wieviele Partituren umfasst ihre ständig wachsende Bibliothek. Sind 5000 noch aktuell?
Gerhard Müllritter: Stimmt, mittlerweile sind es ca. 5.000
capload: Seit wann gibt es die Online-Musikbibliothek? 
GM: Die Plattform wurde ca. ein Jahr lang entwickelt und startete Oktober 2003. capload: Wieviele Leute arbeiten für die Musikbibliothek?
GM: Die Musikbibliothek beschäftigt ständig 4 Leute zur Beantwortung von Fragen, Katalogisierung und Verbesserung von Partituren etc.
capload: Wie sind Sie auf die Idee zu diesem Projekt gekommen?
GM: Auf die Idee, eine Online-Musikbibliothek zu machen, bin ich gekommen, weil ich des öfteren in die Musikbibliothek des Münchener Gasteigs gegangen bin und mir dabei dachte, dass ich eigentlich priviligiert bin, diese Möglichkeit überhaupt zu haben. Also suchte ich im Internet eine Plattform, welche den Bibliotheksgedanken nachverfolgt. Da ich keine solche Plattform gefunden haben, machte ich mich ans Werk und ließ die Plattform programmieren.

Gerhard Mülltitter ist seit der Gründung Leiter der Online Musikbibliothek. Er genoss eine musische Ausbildung arbeitet aber heute als Geschäftsführer in einem Linux-Versandhaus.

Gerhard Müllritter über die Online Musikbibliothek

Musizierende Menschen stehen immer wieder vor der Frage: Was gibt es denn
noch schönes auf dieser unendlich weiten Welt der Musik zu entdecken, als
das, was ich schon kenne? Mancher erhält Anregungen durch den Musikleiter
oder er hört irgendwo ein schönes Stück und möchte dieses nun auch spielen.
Eher selten kommt es vor, dass man sich in den Musikalienhandel begibt und
Noten schmökert. Den allermeisten sagen Noten beim bloßen Hinsehen eher
wenig. Da müsste man diese schon anspielen können, was entweder an den
eigenen Fähigkeiten scheitert oder an der Lokalität des Musikalienhandels.

Im Internet gibt es unter der Adresse www.musikbibliothek.de eine Bibliothek
für klassische Musiknoten. Das Repertoire reicht von alter Musik bis zu
zeitgenössischen Komponisten. In den veröffentlichten Werken finden sich
Partituren für fast alle möglichen Besetzungen vom Klavier solo über Chor
bis hin zu komplexen Orchesterwerken.

Sowohl für den Laienmusiker als auch für den Profi ist das ein willkommenes
Angebot, um einfach einmal in Ruhe von zuhause aus auf die Suche nach Werken
zu gehen. Ist man da fündig geworden, lädt man sich das Werk ganz einfach
auf den eigenen Computer und druckt es sich aus. Dabei ist das Angebot mit
ca. 5.000 Partituren schon ganz ansehnlich. An der zügigen Erweiterung des
Repertoires wird stetig gearbeitet.

Eine wichtige Errungenschaft dieser Plattform ist es, alle Partituren in der
Vorschau automatisch auch abgespielt zu bekommen. So erhält man recht
schnell einen Eindruck, wie sich das Stück anhören soll und ob es den
eigenen Fähigkeiten in der Schwierigkeit entspricht. Außerdem kann der
Nutzer auch selbst Interpretationen einspielen.

März 2005

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